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Aus einer anderen Zeit

Die historischen Untersuchungen sind abgeschlossen. Die Archivalien liefern keine rechtlich verwendbaren Informationen zum Verursacher der Bodenverunreinigungen im Spielplatz an der Birkenstrasse. Entsprechend bleiben die Sanierungskosten bei der Gemeinde.

Vergangenen Dezember informierte die Gemeinde: Eine unschöne Überraschung schlummert im Boden des Spielplatzes an der Birkenstrasse. Praktisch die ganze Fläche ist mit Schadstoffen belastet. Auch die oberste Bodenschicht. Deswegen ist seither die ganze Fläche abgesperrt. Im Nachgang hat der Kanton für die Fläche Nutzungsbeschränkungen erlassen. Die Gemeinde muss beispielsweise dafür sorgen, dass sich Kinder unter sechs Jahren nicht mehr als 50 Mal pro Jahr auf der Spielweise aufhalten. Und: Zusammen mit den Fachleuten ist man sich einig: Diese Einschränkung ist juristisch korrekt, in der Paxis aber nicht vernünftig umsetzbar. Entsprechend bleibt die Fläche abgesperrt, bis sie saniert ist.
 

Kein beweisbarer Verursacher
Die Dorfkorporation Uzwil erwarb das Grundstück mit Weiher und Spielwiese 1933. Im Rahmen von Notstandsarbeiten in der Wirtschaftskrise liess sie den Weiher 1933 / 34 zuschütten. Die Weiher entlang der Uze, welche einst zur Energieerzeugung dienten, wurden damals als stinkende Kloaken, als unschön und hygienisch nicht einwandfrei wahrgenommen, ihre Beseitigung entsprechend breit getragen. Die Dämme des Schiffliweihers genügten weitgehend, um ihn zuzuschütten. Lediglich 200 Kubikmeter Material fehlten. Stand heute wird vermutet, dass so die problematischen Belastungen in den Untergrund des Areals gelangten. Woher die fehlenden 200 Kubikmeter und damit auch die Belastungen stammten, geht aus den Archiven leider nicht rechtlich hieb- und stichfest hervor. Entsprechend können die Kosten auch niemandem abgewälzt werden.

 

Klärung des Schadbildes
Immerhin erklärt die historische Aufarbeitung das angetroffene Schadbild. 1940 wurde das unlängst aufgefüllte Areal umgebrochen, es entstanden 45 Pflanzgärten, um in der schwierigen Kriegszeit Gemüse anzubauen. Bald zeigte sich, dass der Boden in Teilen des Areals dazu schlecht geeignet war. Und Teile des Areals waren bei Regenwetter schnell sumpfig. Internierte hoben darauf den Boden dort aus und bauten in neu auf. 1949 wichen die Pflanzgärten wieder einer Spielwiese. Um das Gelände neu zu gestalten, wurde Material zugeführt und eingearbeitet. All diese Eingriffe durchmischten den Boden im Areal. Und verteilten so auch die Schadstoffe.
 

Fertig im September 2022
Die Spiel- und Parkfläche an der Birken-strasse gewinnt gerade im Kontext zunehmender Dichte im Zentrum an Bedeutung. Durch die Schadstoffbelastung hat sich ihre Erneuerung verzögert, sie ist mit zusätzlichen Fragestellungen angereichert worden. Und die Schadstoffentsorgung wird das Vorhaben verteuern, weil die oberste Bodenschicht flächig abgetragen, vorschriftsgemäss entsorgt und durch sauberes Material ersetzt werden muss. Bis im Frühsommer dauern nun noch die Arbeiten an Projekt und Kostenvoranschlag. Vorgesehen ist, dass der Bürgerversammlung im November der Baukredit unterbreitet wird. Anschliessend gehts an die Ausführungsplanung, brauchts ein Baubewilligungsverfahren. Läuft alles rund, kann im September 2021 mit den Arbeiten begonnen werden. Sie dauern dann bis Juni 2022, anschliessend muss die Natur arbeiten, so dass die neugeschaffenen Flächen im September 2022 freigegeben werden können.



Datum der Neuigkeit 16. März 2020