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22.06.2023
Allgemein
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ARA Thurau gegründet

Der Verband ARA Thurau ist jetzt formell gegründet, die Grundlagen sind gelegt. Die Delegierten des neuen Zweckverbands haben am 19. Juni 2023 den Verwaltungsrat und die Kontrollstelle gewählt. Markus Gresch übernimmt am 1. September 2023 die Geschäftsführung. Im September 2023 werden die Projektarbeiten weitergeführt. Die neue ARA soll 2028 in Betrieb gehen, das ganze Vorhaben im 2032 fertig sein.

Zehn von elf Volksabstimmungen sind durchgeführt, alle mit positivem Ergebnis. Der Entscheid der Gemeinde Niederhelfenschwil wird im Sommer 2023 erwartet. Der Zweckverband ARA Thurau konnte somit am 19. Juni 2023 formell gegründet werden. Die Stadt Wil und die Gemeinden Jonschwil, Oberuzwil, Uzwil und Zuzwil hatten dafür im Vorfeld ihre Delegierten bezeichnet und Vorschläge für den Verwaltungsrat und die Kontrollstelle gemacht. Die neue Organisation übernimmt damit die Rolle der bisherigen Planungsgemeinschaft dieser Gemeinden.

Köpfe bezeichnet
Der neue Verwaltungsrat wurde entsprechend der Verbandsvereinbarung nach politischer Erfahrung, unternehmerischen Fähigkeiten und fachlicher Kompetenz zusammengesetzt. Lucas Keel übernimmt als Uzwiler Gemeindepräsident das Präsidium und vertritt die Standortgemeinde. Roland Boller, St.Gallen, Christian Gutmann, Zuzwil, und Max Forster, Wil, bringen Fachkompetenz aus Abwasserbereich und der Verfahrenstechnik mit. Stefan Frei, Jonschwil, komplettiert den Verwaltungsrat mit seinem politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Wissen.

Neuer Geschäftsführer
Markus Gresch tritt am 1. September 2023 seine Aufgabe als Geschäftsführer des Zweckverbands ARA Thurau an. Er leitete in den letzten zehn Jahren den Geschäftsbereich Wasser eines namhaften Ingenieurbüros, ist als Kultur- und Umweltingenieur spezialisiert auf die Siedlungsentwässerung und nimmt schweizweit eine wichtige Rolle in der Weiterbildung von Abwasserfachleuten ein. Markus Gresch hat Erfahrung mit vergleichbaren Grossprojekten. In der ersten Phase wird die Aufbauarbeit des Verbands und das Bauprojekt im Vordergrund stehen, später werden betriebliche Themen dazukommen. In der Verbandsvereinbarung ist bereits angelegt, dass der Fokus kontinuierlich in die Peripherie der Abwasseranlagen ausgedehnt werden soll. Dass alle Anlagen optimal zusammenwirken, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die noch lange Jahre herausfordernd bleiben wird.

Bauprojekt startet
Als Grundlage für die Abstimmungen in den Verbandsgemeinden erarbeitete die Ingenieurgemeinschaft Kuster+Hager AG/Holinger AG ein Vorprojekt. Dieses muss nun zur Bauprojekt-Reife ausgearbeitet werden. Dafür muss das Team von Ingenieuren Detailarbeit leisten. Der neue Verwaltungsrat wird das eine oder andere Konzept nochmals überprüft haben wollen, beispielsweise in den Bereichen Energie und Prozessen auf der Anlage. Auch die Architektur und die Materialisierung werden noch finalisiert werden müssen. Die Projektarbeit startet am 4. September 2023. Ziel ist es, im Lauf des Jahres 2025 das Baubewilligungsverfahren abzuschliessen, so dass die neue Anlage in Niederuzwil im Jahr 2028 in Betrieb gehen kann.

Zulaufbauwerke parallel planen
Nebst der neuen ARA in Niederuzwil müssen auch die Verbindungsleitungen gebaut und die bestehenden Anlagen in Wil, Jonschwil und Zuzwil umgebaut werden. Die Hydraulik und alle verwandten Themen zum Leitungs- und Anlagebau werden in Lose aufgeteilt und so bearbeitet, dass die ganze Anlage als Gesamtsystem spätestens im Jahr 2032 in Betrieb gehen kann. | ARA Thurau