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Alles hat seine Zeit

Drei Friedhöfe betreibt die Gemeinde. Alle drei Friedhöfe sind im Wandel, neue Bestattungsformen werden geschaffen. Der Weg dazu läuft immer gleich ab.

Die Friedhofkommission, in welche Kirchen und Gemeinde ihre Vertreter delegieren, bereitet die Vorhaben in den Uzwiler Friedhöfen Schritt für Schritt vor, begleitet von Fachleuten. So fliessen die liturgischen und kirchlichen Interessen ein, auch die bautechnischen, betrieblichen und denkmalpflegerischen Aspekte. Das fertig erarbeitete Paket übergibt die Friedhofkommission jeweils dem Gemeinderat. Er unterbreitet schliesslich der Bürgerschaft Kreditanträge. In dieser Art entstand 2015 das Gemeinschaftsgrab auf dem evangelischen Friedhof, in würdiger Distanz zur Kirche. Und so entstand 2019 das neue Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof der katholischen Kirche. Der Friedhof liegt etwa 200 Meter von der Kirche entfernt.
 

Henau
Genau so wurde auch das neue Gemeinschaftsgrab für den Friedhof in Henau erarbeitet. Erstmals bereits vor Jahren. Ergebnis damals: Das Gemeinschaftsgrab entsteht im östlichen Teil des Friedhofs. Und schliesst damit den Friedhof bewusst gegen Osten ab. Mit würdigem Respektabstand zum Kirchturm, einem Bauwerk mit hoher denkmalpflegerischer Bedeutung für die ganze Gemeinde und darüber hinaus. Dieses «alte» Projekt wurde vor Jahren aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt. Dann auf Wunsch der Bevölkerung wieder aufgenommen. Die Friedhofkommission hat die damalige Planung nochmals gründlich überprüft und überarbeitet. Geblieben ist vieles vom ursprünglichen Projekt, auch der Standort. Nachdem die Friedhofkommission ihre Arbeit abschloss und dem Gemeinderat übergab, unterbreitete dieser der Bürgerversammlung vom 25. November letzten Jahres den Kreditantrag und umschrieb dort das Vorhaben. Die Versammlung stimmte dem Kredit zu und so läuft derzeit die Ausführungsplanung. Es wird auch noch ein ordentliches Baubewilligungsverfahren geben, im Rahmen dieses Verfahrens wird das Projekt öffentlich aufliegen.

 

Realisieren
Egal, was die Gemeinde entwickelt: Es kann kontrovers diskutiert werden, überall gibt es abweichende Meinungen. Das gehört zum System. Und das gilt offenbar auch für das neue Gemeinschaftsgrab in Henau. Nicht alle finden den eingeschlagenen Weg gut. Damit muss und kann das System umgehen. Die Bevölkerung wählt ihre Vertreter, die aus ihrer Verantwortung heraus in ihren Funktionen Entscheide vorbereiten und fällen. Und zum System gehört auch, dass demokratische Entscheide Richtungsdiskussionen beenden. Wie heisst ein alttestamentarischer Passus, welcher oft im Zusammenhang mit Bestattungen gehört wird? Alles hat seine Zeit. Geborenwerden hat seine Zeit, Sterben hat eine Zeit. Abgewandelt gilt er auch für Projektentwicklungen. Erarbeiten und Reden hat seine Zeit, Umsetzen hat seine Zeit. Die Gemeinde will das Vorhaben so umsetzen, dass es an Allerheiligen fertig ist. Und Henau endlich zu einem würdigen Gemeinschaftsgrab kommt. Allen wird auch dieses Vorhaben nicht gefallen. Zu vielfältig sind die Menschen.


Datum der Neuigkeit 16. März 2020