Winterdienst ermöglicht Mobilität
Mit Schnee und Eis verändert sich der Alltag der Mitarbeitenden des Uzwiler Werkhofs. Erforderts die Witterung, sind sie zu jeder Tages- und Nachtzeit im Einsatz, auch an den Wochenenden. Dieses wichtige Engagement für die Gesellschaft braucht die richtigen Leute – und verständnisvolle Familien.
Prioritäten vs. Perfektion
Wie läuft ein normaler Winterdienst-Tag ab? Zwischen zwei und drei Uhr morgens beurteilt ein Mitarbeiter die Situation. Bei Bedarf bietet er die Truppe auf, sie rückt mit allen Fahrzeugen aus. Das Ziel des Einsatzes: Möglichst rasch im ganzen Strassen- und Trottoirnetz Wirkung erzielen. 100 Kilometer Gemeindestrassen, 40 Kilometer Trottoirs: Das kommunale Verkehrsnetz ist lang. Und auch bei geballtem Einsatz dauert es, bis die Winterdienstkräfte einmal rundherum sind. Drei bis vier Stunden dauert ein Salzeinsatz in der ganzen Gemeinde, fünf Stunden ein Schneeräumungs-Einsatz. Schneits weiter, gehts nahtlos weiter. Diese Dimensionen zeigen, dass Geschwindigkeit wichtiger ist als Perfektion. Sonst ist der Winterdienst nicht wirkungsvoll. Natürlich: Das ist zuweilen lästig, etwa wenn durch den Winterdienst-Einsatz Garageneinfahrten zugepfadet werden. Das lässt sich aber nicht vermeiden, wenn das umfangreiche Netz möglichst rasch schneefrei sein soll.
Für die Mobilität
Marko Calic, Leiter des Uzwiler Werkhofes: «Den Winterdienst bewältigen wir nicht alleine. Private und Unternehmen sind im Auftragsverhältnis in die Arbeiten eingebunden. Und der Unterhaltsdienst des Kantons besorgt den Winterdienst auf seinen Kantonsstrassen.» Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass die Mobilität funktioniert. Und er ergänzt, der Schnee müsse weg, bis der Berufsverkehr am Morgen einsetze. Das klappe aber nur, wenn es schon in der Nacht zu schneien beginnt. Schneits erst am frühen Morgen mitten im Berufsverkehr intensiv, wird’s schwierig. Dann stehen auch die Räumfahrzeuge im Stau. Ein Mitarbeiter des Werkhofs dazu: «Wir können den Schnee auch erst räumen, wenn er da ist.»
Parkierte Autos und Äste
Zu einem wirkungsvollen Winterdienst können alle ihren Beitrag leisten. Marko Calic: «Der Winterdienst um Autos, die am Strassenrand parkiert sind, ist aufwendig.» Fahren sie später weg, bleiben störende Schneemaden auf der Strasse zurück. Der Werkhof kann nicht wegen jedem Auto, das weggefahren ist, wieder ausrücken. Ähnliches gilt für Autos, die teils auf Trottoirs parkiert sind. Selbst für den Trottoir-Pfadschlitten wird dadurch das Trottoir zu schmal, er fährt aussenherum über die Strasse und das Trottoir bleibt winterlich. Das ärgert die Fussgängerinnen und Fussgänger, weil das Nachbessern solcher Situationen in der Prioritätenordnung weit hinten ist. Und schliesslich ragen oft Äste unter der Schneelast über Trottoirs und Strassen und versperren Fussgängerinnen und Fussgängern, Autos und den Winterdienst-Kräften den Weg.
Harter Einsatz
«Wir beurteilen regelmässig selber, ob unser Einsatz die gewünschte Wirkung erzielt, bessern nach», erklärt Marko Calic. So erklärt er sich, dass es vergleichsweise wenig Reklamationen zum Winterdienst gibt. «Winterdiensteinsätze sind streng, lange Tage gehören dazu. Es gibt immer wieder auch Menschen, die sich bei unseren Mitarbeitenden für den Einsatz bedanken, das sind für unser Team schöne Momente», sagt der Leiter des Werkhofes.
Differenzierter Winterdienst
So wenig Salz wie möglich, so viel wie nötig. In einem «normalen» Winter landen 150 Tonnen Salz auf Uzwils Strassen, Trottoirs und Wegen. In strengen Wintern kanns auch doppelt so viel sein. Marko Calic: «Die Salzvorräte sind aufgefüllt, die Geräte sind parat und die Mannschaft bleibt auf die weiteren Winterdienst-Einsätze vorbereitet.» Wie sich der Winter weiter zeigen wird, wird den Alltag des Unterhaltsdienstes prägen - für Ihre Mobilität.