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20.02.2026
Allgemein
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Menschen und Zahlen

14‘457 Menschen wohnten Ende 2025 in der Gemeinde. Das sind 92 mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahlen sagen wenig aus über die Wanderungsbewegungen der Bevölkerung. Und die sind ausgeprägt.

Das Wachstum der Gemeinde Uzwil konzentriert sich auf die Dörfer Niederuzwil und Uzwil. Zusammen sind die beiden Dörfer seit 2014 etwa um die Einwohnerzahl von Henau gewachsen, vor allem durch Innenentwicklungen. 

Im vergangenen Jahr sind 944 Personen neu in die Gemeinde gezogen, 859 sind weggezogen. Die Menschen sind mobil. 139 Geburten standen 132 Todesfälle gegenüber. Mehr Zuzüge, mehr Geburten: Daraus resultierte das Wachstum der Gemeinde im letzten Jahr. Es konzentrierte sich auf Niederuzwil und Uzwil. Zurückgegangen ist die Bevölkerung im 2025 hingegen in Henau, Algetshausen und Stolzenberg. 

Von der Frosch- zur Vogelperspektive
Die Veränderungen der eigenen Gemeinde sind eine Sicht. Wie sich Uzwil im Vergleich zu den anderen Gemeinden über längere Zeiträume verändert, das ermöglicht interessante Vergleiche und Einordnungen. 

Die Entwicklung aller Gemeinden
In seinen «Kennzahlen der Gemeinden», Ausgabe 2025, zeigt der Kanton St. Gallen die Entwicklung seiner 75 Gemeinden im Zeitraum von 2014 bis 2024 auf. Ende 2024 zählte der Kanton gut 540‘000 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind gut 44‘000 mehr als 2014 oder ein Wachstum von fast neun Prozent. 37 der 75 Gemeinden wuchsen dabei prozentual stärker als der kantonale Durchschnitt, davon 35 Gemeinden stärker als zehn Prozent gegenüber 2014. Prozentual am stärksten gewachsen ist Berg mit einem Plus von gut 24 Prozent. Am anderen Ende der Skala verzeichnete Wildhaus-Alt St. Johann in dieser Zeit einen Rückgang um gut 2 Prozent. Und zurück zu absoluten Zahlen: 13 St. Galler Gemeinden wuchsen um mehr als 1‘000 Einwohnerinnen und Einwohner. 

Absolut und relativ
Und wo steht Uzwil in diesem Konzert? Die Gemeinde wuchs von 2014 bis 2024 um 14.77 Prozent. 14 Gemeinden im Kanton wuchsen prozentual stärker. In der Betrachtung der absoluten Zahlen zeigt sich die Situation anders. Uzwil wuchs um 1‘875 Personen. Nur zwei Gemeinden – St. Gallen und Rapperswil-Jona - wuchsen in absoluten Zahlen stärker. 

Wachstum in Uzwil und Niederuzwil
Uzwils Wachstum entstand weitgehend durch Innenentwicklung. 1‘454 der 1‘875 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohner sind im Kernsiedlungsgebiet Uzwil/Niederuzwil zuhause. Diese Konzentration entspricht der Planung und der raumplanerischen Absicht. Andere Dörfer zeichnen sich auch in der Langfristbetrachtung durch stabile Einwohnerzahlen aus. Diese unterschiedliche Entwicklung lässt innerhalb einer Vieldörfergemeinde wie Uzwil auch unterschiedliche Wahrnehmungen zu den Herausforderungen rund ums Wachstum vermuten. 

Blick nach Lütisburg
Mit dem Seitenblick zur Schulraumthematik: Statistisch gesehen sind rund 13 Prozent der Bevölkerung Schulkinder. Lütisburg verzeichnete seit 2014 mit einem Plus von 14.38 Prozent etwa das gleiche Bevölkerungswachstum wie Uzwil. In absoluten Zahlen war das dort ein Plus von 207 Personen, statistisch dürfen darunter rund 27 schulpflichtige Kinder sein. Verteilt auf neun Jahre Volksschule und zwei Jahre Kindergarten bedeutet das ein Plus von gut zwei Kindern in jeder Altersstufe. Mit dem etwa gleichen prozentualen Anstieg der Bevölkerung wie in Lütisburg resultierte in Uzwil in absoluten Zahlen seit 2014 ein Plus von 1‘875 Personen. Statistisch dürften darunter 244 schulpflichtige Kinder oder 22 in jeder Altersstufe sein. Und damit besteht – aus statistischer Sicht – seit 2014 ein Bedarf für je eine zusätzliche Klasse in allen neun Jahren Volksschule und in beiden Kindergartenjahren. Fazit: Prozentual identisches Wachstum kann in absoluten Zahlen zu völlig unterschiedlichen Herausforderungen führen – und damit auch zu anderen Rezepten, wie es bewältigt werden kann.