Machbarkeitsstudien in Auftrag
2025 befassten sich Bürgerinnen und Bürger in der Echogruppe mit der Zukunft des Schulraumes. Ihr Fazit: Uzwil braucht guten, neuen Schulraum. Verschiedene Meinungen gab es, wie dieser Schulraum entstehen soll. Mit einem grossen Gebäude, das auf einen Schlag alle Platzfragen löst, oder mit vielen Schritten, indem man bestehende Anlagen erweitert.
Ein Ziel, zwei Wege
Der gebaute Schulraum in Uzwil – Provisorien ausgeklammert – bietet derzeit Raum für 67 Klassen. Das reicht bei Weitem nicht. Provisorien überbrücken. Im Januar 2026 gab die Gemeinde Einblicke, wie alternativ zur Variante «Ein Schritt» die Variante «Viele Schritte» geplant wird. In beiden Varianten sollen die Provisorien verschwinden und die Infrastruk-tur auf eine Kapazität von 92 Klassen erweitert werden. Damit wird einerseits der Nachholbedarf, anderseits die erwartete Entwicklung bis ins Jahr 2035 abgedeckt. In der Variante «Viele Schritte» soll dies mit der gleichzeitigen Erweiterung der Anlagen Neuhof, Herrenhof II und Schöntal umgesetzt werden.
Raumprogramm
Für die drei Standorte wurden die massgeschneiderten Raumprogramme interdisziplinär erarbeitet. Sie beinhalten für jeden Standort, was es dort ergänzend und in Kombination mit der dort schon bestehenden Infrastruktur braucht: Klassenzimmer, Turnraum, Gruppenräume, Spezialzimmer, Teamzimmer, Sanitäranlagen, Foyer/Aula, gedeckte Pausenräume, Aussenflächen und alles, was zum «normalen» Schulbetrieb gehört.
23. April öffentlicher Termin
Nun läuft die vorbereitende Phase für die geplanten Gesamtleistungswettbewerbe. Mit Machbarkeitsstudien überprüft ein externes Architekturbüro detailliert, ob das geforderte Raumprogramm auf den drei Anlagen umsetzbar ist – eine Voraussetzung für die weitere Planung dieses Wegs. Schulpräsidentin Marion Harzenmoser: «Im Frühjahr kennen wir die Ergebnisse – ein wichtiger Meilenstein.» Darauf wurden auch verschiedene Terminpläne ausgerichtet. So findet am 23. April von 18 bis 19 Uhr im Foyer des Gemeindehauses der nächste öffentliche Termin statt, an dem die Schulraum-Planungskommission über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien informiert.
Provisorien-Knorz
Um den Schulbetrieb trotz steigender Schülerzahlen und fehlendem Schulraum kurzfristig über Wasser zu halten, brauchts dringend zusätzliche Provisorien. Auf diesen Sommer will die Schule solche ergänzen, angedockt an bestehende Schulanlagen. Im Neuhof und an der Kirchstrasse hats Platz für Provisorien, und sie stehen aufgrund der Schülerentwicklung am richtigen Ort. Etwas anders ist das im Oberberg in Henau. Aufgrund der Schülerentwicklung besteht dort kein Bedarf. Aber es hat Platz - und Alternativen fehlen. Die Baubewilligungsverfahren für die Provisorien Kirchstrasse und Oberberg sind erfolgreich abgeschlossen. Anders im Neuhof. Dort ist das zusätzliche Provisorium wegen einer Einsprache aus der Nachbarschaft blockiert. Der Zeitbedarf für das Verfahren ist ungewiss. Derzeit scheint deshalb alternativlos, ab Sommer noch mehr Schülerinnen und Schüler aus Uzwil/Niederuzwil nach Henau zu transportieren. Es steht schlicht kein anderer Raum zur Verfügung.