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18.09.2026
Kommentar des Gemeindepräsidenten
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Ewig

Was ist schon ewig? Wir klagen über ewiges Nörgeln, Stänkern und Motzen. Wir leiden mit Sisyphus, der seinen Stein bergauf rollt und zusehen muss, wie er kurz vor dem Gipfel wieder ins Tal poltert. Und wir schauen still ins ewige Licht und fragen uns, ob auch die Ewigkeit ein Ende hat.

Ewigkeit macht nachlässig, manchmal fatalistisch. Weshalb sich anstrengen? Es bleibt ja noch Zeit. Ewig kann aber auch unheimlich sein. PFAS werden als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, weil sie sich nie abbauen. Was heisst das für uns? Halten wir es wie Palmström in Christian Morgensterns Gedicht «Die unmögliche Tatsache». Er schliesst messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Ob das zutrifft, darüber liesse sich ewig diskutieren. Oder wir fangen an und machen weiter.

Wer auf das Perfekte wartet, wartet ewig.

Lucas Keel, Gemeindepräsident