Dringender Aufruf des Führungsstabes
Der Trinkwasserverbrauch in der Region steigt nach einer leichten Abnahme während der Ferienzeit wieder deutlich an: Aktuell werden rund 21΄000 Kubikmeter Wasser pro Tag verbraucht, in Spitzenwochen waren es sogar mehr als 26΄000 Kubikmeter. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt liegt bei rund 15΄800 Kubikmetern pro Tag.
Fokus Privathaushalte
Besonders ins Gewicht fällt der Verbrauch der Privathaushalte. Während der Wasserverbrauch von Gewerbe und Industrie vergleichsweise konstant bleibt, wird in den Haushalten wieder deutlich mehr Wasser verbraucht, insbesondere für die Rasen- und Gartenbewässerung sowie zum Füllen und Nachfüllen privater Pools und Schwimmbäder.
Rund um die Uhr mit Risiken
Der hohe Verbrauch bringt die technischen Anlagen der Wasserversorgungen an ihre Belastungsgrenzen. Die Versorgungssysteme sind grundsätzlich für rund das 1, 8-Fache des langjährigen Durchschnitts ausgelegt. An Spitzentagen in dieser Hitzeperiode waren einzelne Anlagenteile jedoch mit dem 2, 4- bis 4-Fachen des üblichen Durchschnitts gefordert. Damit die Reservoirs möglichst ausreichend nachgefüllt werden können, laufen die Pumpen bei den aktuellen Verbrauchsmengen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr. Dieser Dauerbetrieb erhöht den Verschleiss und das Risiko technischer Ausfälle.
Wasserressourcen werden immer knapper
Gleichzeitig gehen die natürlichen Wasserressourcen weiter zurück. Viele Quellen sind versiegt oder liefern nur noch minimale Mengen, die Grundwasserstände sinken weiter. Einzelne Grundwasserbrunnen nähern sich der unteren Fördergrenze. Wird diese unterschritten, kann kein Wasser mehr entnommen werden, da sonst die Filterstrecken trockenfallen. Der Regionale Führungsstab ruft deshalb nochmals dringend dazu auf, den Verbrauch zu senken. Sollte der Verbrauch nicht deutlich sinken, reichen Appelle nicht mehr aus. | Regionaler Führungsstab Wil-Uze