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20.03.2026
Allgemein
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Blockade Herrenhof lösen

Paradox: Uzwil hat ein Schulraumproblem. Gleichzeitig ist die bereits bewilligte Schulraumerweiterung im Herrenhof blockiert, weil sich der ursprüngliche Plan fürs Provisorium während den Bauarbeiten aufgelöst hat – und die Standortfrage fürs Provisorium eng mit dem «Wie weiter» in Uzwils Schulraum verknüpft ist. Jetzt beginnt sich der Knoten zu lösen.

Die Schulanlage Schöntal ist einer von drei Standorten für zusätzlichen Schulraum in der Variante «Viele Schritte». Und die Anlage wird vorübergehend auch Standort fürs Provisorium während der Bauzeit der Schulanlage Herrenhof. 

Im Projekt fürs neue Schulhaus Sonnmatt war auch vorgesehen, dass die Uzeschuel zur Primarschule wird. Das Schulhaus Uzeschuel wäre für die Primarschule rasch leer geräumt worden, die Uzeschuel wäre in ein Provisorium gezügelt, bis das Schulhaus Sonnmatt steht. Und sobald die Uzeschuel leer gewesen wäre, wäre der Schulbetrieb aus dem Herrenhof vorübergehend dort eingezogen, um den Herrenhof zu sanieren und zu erweitern. Viel Konjunktiv. Der Plan hat sich zerschlagen. Und deshalb hängt der Sanierungs- und Erweiterungszeitpunkt im Herrenhof davon ab, wann ein geeignetes, grossflächiges Provisorium zur Verfügung steht, weil sich Baustelle und Schulbetrieb dort nur teilweise vertragen. 

Viele Schritte
Die Gemeinde hat die Variante «Viele Schritte» für dauerhaften Schulraum weiter vertieft und im Januar darüber berichtet, dass für diese Variante die Standorte Neuhof, Herrenhof zusätzlich zur bereits vorgesehenen Erweiterung – und die Anlage Schöntal beplant werden. Die Raumprogramme dafür sind erstellt, die zu beplanenden Teilflächen innerhalb der drei Areale bezeichnet, die Arbeiten an den Machbarkeitsstudien laufen. 

Herrenhof-Provisorium im Schöntal
Die vertiefte Auseinandersetzung mit den drei Arealen hat auch geklärt, ob und welche Flächen dort möglicherweise für das Provisorium für den Herrenhof zur Verfügung stehen. Das hat jetzt ermöglicht, den Entscheid zu fällen, wo das Provisorium für den Herrenhof geplant werden soll, nämlich im Areal Schöntal, auf einer für eine mögliche Erweiterung des Schöntals im Rahmen der Variante «Viele Schritte» nicht benötigten Teilfläche. 

Verworfene Alternativen
Verschiedene Standorte fürs Provisorium wurden verworfen. So die Anlage Herrenhof selber, weil die fürs Provisorium möglichen Flächen für definitiven Schulraum im Rahmen der Variante «Viele Schritte» geeignet sind und deshalb nicht zur Verfügung stehen. Die Spielwiese Kirchstrasse wurde aus schulbetrieblichen Gründen verworfen. Die Wiese zwischen Gemeindesaal und BZWU lag in der Prioritätenliste nicht vorne, weil sie einen hohen ökologischen Wert aufweist und wertvoller Bestandteil der frei zu haltenden Grünflächen in der Siedlung ist. 

Planung läuft
Nach dem Standortentscheid fürs Areal Schöntal laufen jetzt die Planungsarbeiten fürs Provisorium während den umfassenden Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Herrenhof. Und so scheint sich die Blockade in diesem Vorhaben langsam aber sicher zu lösen.