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17.07.2026
Allgemein
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Aufruf zum Wassersparen

Auch wenn die Trinkwasserversorgung in der Region Wil-Uze derzeit grundsätzlich gewährleistet ist: Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen stehen die regionalen Wasserversorgungen und ihre Infrastruktur zunehmend unter Druck. Der Regionale Führungsstab Wil-Uze appelliert deshalb eindringlich an die Bevölkerung, den Wasserverbrauch freiwillig zu reduzieren und verantwortungsvoll mit Trinkwasser umzugehen.

Die Trinkwasserversorgung in der Re­gion Wil-Uze kommt punktuell an ihre Belastungsgrenze: Mehrere Quellen in verschiedenen Gemeinden führen deut­lich weniger Wasser als üblich oder sind vollständig versiegt. Gleichzeitig sinken die Grundwasserstände kontinuierlich. Teilweise muss bereits Trinkwasser aus benachbarten Netzen bezogen werden, um die Versorgung sicherzustellen. Ver­schiedene Pumpwerke laufen seit Wochen nahezu im Dauerbetrieb, im Bestreben die Reservoirs stetig nachzufüllen. Die Wetter­prognosen lassen zudem keine nachhalti­ge Entspannung erwarten. Selbst allfällige Niederschläge würden die Lage nicht un­mittelbar entschärfen, da das Wasser erst mit Verzögerung im Grundwasser zur Ver­fügung steht. 

Gartenbewässerung
Der derzeit hohe zusätzliche Wasserver­brauch zeigt sich in den Daten der Was­serversorger: Der aktuelle Tages-Wasser­verbrauch ist teilweise fast doppelt so hoch wie der langjährige Durchschnitt für diese Jahreszeit. Vor allem die Gartenbe­wässerung führt in den Abendstunden zu markanten Verbrauchsspitzen. Die Was­serversorger verdeutlichen dies mit einem einfachen Vergleich: «Der durchschnitt­liche Wasserverbrauch pro Person liegt bei etwa 140 bis 160 Litern am Tag. Eine vierköpfige Familie benötigt also ungefähr 600 Liter. Ganz anders sieht es bei der Gar­tenbewässerung aus. Ein Rasensprenger verbraucht in einer Stunde zwischen 800 und 1'000 Liter Wasser. Wer ihn zwei Stun­den laufen lässt, braucht so viel Wasser wie eine Familie während mehrerer Tage.» 

Was kann man tun?
Ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser kann die Versorgungslage spürbar entlas­ten. Die Bevölkerung kann schon mit ein­fachen, aber wirkungsvollen Massnahmen einen wichtigen Beitrag leisten:

- auf das Bewässern von Rasenflächen möglichst verzichten

- Gärten gezielt und sparsam bewässern

- auf das Befüllen oder Nachfüllen von Pools verzichten

- Fahrzeuge, Vorplätze und Terrassen nicht mit Trinkwasser reinigen

- Gärten mit der Giesskanne wässern

- Suchen statt Baden

- Trinkwasser auch im Haushalt bewusst und sparsam verwenden 

Lage wird laufend überprüft 

Der Regionale Führungsstab Wil-Uze be­obachtet die Entwicklung gemeinsam mit den Wasserversorgungen, den Ge­meinden und den kantonalen Fachstellen laufend. Sollten zusätzliche Massnahmen notwendig werden, wird die Bevölkerung umgehend informiert. | Regionaler Füh­rungsstab Wil-Uze

Stabschef ruft zur Solidarität auf
«Unsere Wasserversorger leisten der­zeit einen ausserordentlichen Einsatz, um die Versorgung der Bevölkerung jederzeit sicherzustellen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit stossen die Anlagen jedoch zunehmend an ihre Grenzen. Jetzt ist Solidarität gefragt: Wenn jede und jeder bewusst mit Trinkwasser umgeht, können wir die Situation gemeinsam entschärfen.»