Asiatische Hornisse breitet sich aus
Die invasive Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren vom Westen der Schweiz Richtung Ostschweiz aus. Nachdem 2024 das erste Nest im Kanton St. Gallen gefunden wurde, häufen sich in diesem Sommer die Nachweise deutlich. Meldungen liegen inzwischen auch aus Uzwil und Oberuzwil vor. In Balgach und in der Stadt St. Gallen konnten zudem bereits zwei Primärnester lokalisiert und durch Fachpersonen entfernt werden.
Möglichst früh entdecken
Nun beginnt die entscheidende Phase: Die Völker ziehen von ihren gut sichtbaren Primärnestern in deutlich grössere Sekundärnester um, die meist hoch in Baumkronen liegen und nur schwer zu finden sind. Je früher ein Nest entdeckt wird, desto grösser ist die Chance, die weitere Ausbreitung wirksam zu verlangsamen.
Asiatische Hornisse schädigt
Die Asiatische Hornisse jagt Honigbienen, Wildbienen und zahlreiche weitere Insektenarten. Dadurch kann sie die Biodiversität beeinträchtigen und Schäden in der Landwirtschaft verursachen. Für den Menschen ist sie grundsätzlich nicht gefährlicher als die einheimische Hornisse. Zur Aufzucht ihrer Brut benötigt sie grosse Mengen an Nahrung und kann ganze Bienenvölker erheblich schwächen oder zerstören. Im Herbst können aus einem einzigen Nest bis zu 600 Jungköniginnen ausschwärmen und im folgenden Jahr neue Völker gründen.
Bevölkerung kann helfen
Die Bevölkerung kann einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Asiatische Hornisse ist an ihrem fast vollständig schwarzen Körper mit einer orange-gelben Hinterleibsspitze und den auffallend gelben Beinen gut zu erkennen. Verdächtige Tiere oder Nester sollten fotografiert und mit einer möglichst genauen Ortsangabe über www.asiatischehornisse.ch gemeldet werden. Nester dürfen nicht selbst entfernt werden, sondern sind Fachpersonen zu überlassen.
Einheimische Wespen und Hornissen
Alle einheimischen Wespen und Hornissen sind absolut schützenswert. Sie haben ihren Platz im Ökosystem, sind wertvoll für die Bestäubung, sind Räuber von Fliegen und Spinnen, mit denen sie ihre Larven füttern, und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.