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12.06.2026
Kommentar des Gemeindepräsidenten
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Agenda

Ist sie Fluch oder Segen, die Agenda? Klar, ohne Ziel, ohne sich mit anderen Menschen abzustimmen, ist nicht viel zu erreichen. Und gleichzeitig lässt sich im Kalender jede Lücke so vollstopfen, dass man auch die Freiräume planen muss.

Die Termin-Spirale dreht sich. Junge Paaren und Familien haben, so scheint mir, grösseren Abstimmungsbedarf als frühere Generationen: Wer macht heute was, arbeitet wo? Wer bringt die Kinder in die Kita und die Zalando-Päckli auf die Post, wer trainiert wann wo, fiebert am Spielfeldrand mit, geht zum Arzt, besorgt Geschenke? Die Agenda synchronisiert, mit Nebenwirkungen.

Und die Gemeinde? Wir nehmen den vierten Anlauf innert 10 Jahren, eine Agenda zu führen. Bisherige Anläufe scheiterten an Parallelstrukturen, fehlenden Informationen und an technischen Schnittstellen. Wer im Gemeindeumfeld einen Anlass portiert, will nicht unbedingt Werbung kaufen oder eine Gewissensprüfung bestehen. Gleichzeitig will die Gemeinde keine kruden Veranstaltungen in ihrer Infrastruktur. Es ist nicht so einfach, wie man denkt. Zudem: Wer eine Agenda führt, hat eine Agenda.

Lucas Keel
Gemeindepräsident