Sparsames 55-Millionen-Unternehmen
Die Gemeinde Uzwil hat einen Jahresumsatz von rund 55 Mio. Franken. Uzwil ist eine sparsame Gemeinde: Die Gesamtkosten pro Einwohner sind im kantonalen Vergleich sehr tief. Und Uzwil ist derzeit schuldenfrei.
Uzwils Erfolgsgeheimnis im laufenden Betrieb sind die vergleichsweise konstant tiefen Bruttoausgaben je Einwohner. Und dies trotz umfassender Infrastruktur. Uzwil gibt je Einwohner und Jahr regelmässig über 1’000 Franken weniger aus als der Durchschnitt der st. gallischen Gemeinden. Oder anders gesagt: Jahr für Jahr über 10 Mio. Franken würde Uzwil mehr ausgeben, wäre Uzwil eine durchschnittliche Gemeinde. Beruhigende Ausgangslage Uzwil ist beruhigt, finanziell eigenständig und gesund zu sein. Der Haushalt verfügt über eine beruhigende Ausgangslage für zukünftige Herausforderungen. Herausforderungen durch Kostenverlagerungen des Kantons auf die Gemeinden. Herausforderungen durch neue übergeordnete Aufgaben. Herausforderungen durch Investitionen, die in der Gemeinde anstehen. Die ehemals sehr hohe Verschuldung ist dank konsequenter Finanzpolitik - und auch dank dem erforderlichen Glück - beseitigt. Uzwil ist heute schuldenfrei. Für verschiedene anstehende Investitionen - etwa für Zentrumsgestaltungen und für eine neue Lösung für die Verwaltung - stehen nahmhafte zweckgebundene Vorfinanzierungen zur Verfügung. Die Steuern - und was am Ende in der Tasche der Einwohner bleibt 2002, 2005, 2008 und 2009 sank der Steuerfuss in Etappen von 157 auf 140 %, aufs 2010 wurde er auf 142 % korrigiert. Der Steuerfuss von 142 % ist auch mittelfristig erforderlich, um die Finanzen im Lot zu halten. Der Grundsteuersatz ist 0,6 Promille. Verschiedene Leistungen, die andernorts gebührenpflichtig sind - etwa die aufwändige wöchentliche Gratis-Grünabfuhr von Frühjahr bis Herbst - sind über die Steuern finanziert. Aspekte, die beim Steuervergleich zu berücksichtigen sind. Eine Studie der Credit-Suisse zeigt, wie viel Geld nach Abzug von Fixkosten wie Wohnkosten und obligatorischen Abgaben wie Steuern und Krankenkassenprämien Ende Monat bleibt. Der Vergleich der CS zeigt Erstaunliches. So landen etwa die Ostschweizer Kantone durchwegs auf guten Rängen. Und auch der Vergleich zwischen einzelnen Gemeinden lässt aufhorchen. So etwa, dass in Uzwil trotz höherer Steuerbelastung mit einer Ausnahme allen untersuchten Personen- und Familienkategorien Ende Monat mehr in der Tasche bleibt als etwa in der Stadt Wil. Nur bescheidene Unterschiede ergeben sich etwa auch im Vergleich zur Nachbargemeinde Oberbüren mit ihrem deutlich tieferen Steuerfuss. Die Studie zeigt: Steuern sind zwar wichtig, im Gesamtvergleich zwischen Standorten aber nur ein Faktor. Die Investitionen Uzwil verfügt über umfangreiche Infrastrukturen aus unterschiedlicher Entstehungszeit. Die Werterhaltung dieser Infrastruktur läuft permanent und kostet. Mehrere Millionen investiert die Gemeinde Jahr für Jahr dafür.
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