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16. September 2009 - Sanitätsübung der Feuerwehr Uzwil in Felsegg/Brübach

Am Mittwoch Abend 16.09.09 rückte die Feuerwehr Uzwil zu einer spektakulären Übung nach Brübach aus. Die Szenerie war von der Übungsleitung sehr realitätsnah nachgestellt worden. Ein Mann wurde beim Baden in der Thur beim Wasserfall in der Felsegg von Unwohlsein überrascht und trieb leblos im Wasser. Ein Passant fischte den Verunfallten aus dem Wasser, alarmierte die Rettungskräfte und leistete dem Mann erste Hilfe.

Die Übung beinhaltete das Thema LESOMA (Lebensrettende Sofortmassnahmen), der Schwerpunkt lag also im Bereich Erste Hilfe am Patienten. Nach etwas Theorie im Depot wurde die Feuerwehr von der Übungsleitung „notfallmässig“ telefonisch alarmiert und rückte sofort aus. Der Einsatzleiter erhielt dabei ein paar Minuten Vorsprung, um sich ein Bild der Lage zu machen und seine Massnahmen einzuleiten. Auch hier versuchte man, möglichst nahe am wirklichen Ernstfall zu sein.

Verletzte Person in unwegsamen Gelände
Der am Unfallort angelangte Einsatzleiter fand eine anspruchsvolle Situation vor, eine Person lag reglos am Ufer unterhalb der Brücke über die Thur, eine andere Person leistete ihr Erste Hilfe. Die Umgebung des Wasserfalls in der Felsegg ist nicht gut zugänglich, die Uferbereiche der Thur liegen dort ca. 20 Meter unterhalb der Strasse. Es führen nur schmale Wege durch dichtes Gestrüpp steil nach unten, Fahrzeuge habe gar keinen Zugang. Erschwerend kam die einbrechende Dunkelheit und einsetzender Regen dazu, welche die nicht einfache Rettung zusätzlich erschwerten. Als erste Massnahme befahl der Einsatzleiter die nachfolgenden Fahrzeuge in einen Warteraum kurz vor dem Unfallort. Die Erkundung der Situation benötigte viel Zeit, war aber doch unumgänglich, um den Einsatz erfolgreich leiten zu können. Der Einsatzleiter entschied sich dann für die Bergung des Patienten mittels Hubretter von Brübach aus. Die Einsatzfahrzeuge wurden entsprechend eingewiesen und der Hubretter so nahe wie möglich an den Abhang dirigiert.

Renitenter Ersthelfer
Der Einsatzleiter bestimmte einen Offizier Front, welcher sich mit seinen Leuten um den Verletzten kümmerte und die spätere Bergung vom Unfallort mit dem Maschinisten des Hubretters koordinierte. Dieser kümmerte sich mit seiner Gruppe sofort um den Verletzten, führte dessen Wiederbelebung weiter und betreute ihn. Der unter Schock stehende Ersthelfer musste währenddessen unter Aufsicht gestellt und vom Unfallort weggeführt werden, war doch sein Verhalten verstört und aggressiv, eine vernünftige Betreuung des Verletzten wäre fast unmöglich gewesen. Nach einiger Zeit Herz – Lungen – Wiederbelebung durch die Feuerwehr kam der Kreislauf des Mannes wieder in Gang und war soweit stabil, dass man mit der Bergung beginnen konnte.

Personenbergung mit Hubretter
Trotz der bestmöglichen Platzierung des Hubretters machte die Bergung doch mehr Schwierigkeiten als erwartet, kam doch das Fahrzeug nahe an die Grenzen seiner Reichweite mit dem Teleskopmasten. Der vorgesehene Bergungsort war mit dem Gerät nicht zu erreichen, man entschied sich deshalb für einen näher bei der Brücke liegenden Platz.
Schliesslich konnte die Korbschleiftrage mit dem aufgepackten Patienten und einer angehängten Begleitperson sicher vom Ufer der Thur aus hochgezogen und im Bereich der Brückenzufahrt abgestellt werden. Der Patient konnte dann zur weiteren Betreuung dem (supponiert) anwesenden Rettungsdienst übergeben werden. Für die Feuerwehr war damit Übungshalt. Die Übung endete mit einer kurzen Schlussbesprechung am Einsatzort.

Schwierig, aber machbar
Die Sanitätsübung der Feuerwehr Uzwil war trotz der widrigen Umstände von Erfolg gekrönt, sowohl die Erstversorgung des Patienten als auch dessen Bergung klappten gut und innerhalb nützlicher Zeit. Das unwegsame Gelände zeigte aber ganz deutlich die damit verbundenen Schwierigkeiten, technische Hilfsmittel überhaupt bis zum Einsatzort bringen zu können. So hofft man denn auch, möglichst nie einen Ernstfall ähnlich dieser Übung bewältigen zu müssen.

Im September 2009 – Roger Affolter – Ressort Medien

Sanitätsübung
 

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