Hier finden Sie den Plan mit den einzelnen Bauwerken. Dem Plan können Sie auch entnehmen, wie weit der Tunnelbau aktuell fortgeschritten ist.
Hier finden Sie die Bilder zu dieser interessanten Baustelle.
Die wichtigsten Infos zu den einzelnen Bauwerken: Einlaufbauwerk Fabrikstrasse: Sorgt dafür, dass das Hochwasser des anschwellenden Bachs in den Stollen gelangt. Der Stollen wird hier dereinst über 20'000 Liter Hochwasser in der Sekunde aufnehmen.
Pressvortrieb: Die 170 Meter lange Strecke zwischen Einlaufbauwerk und Verbindungsschacht wird im Pressvortrieb gebaut, weil sich die Bodenbeschaffenheit (kein Fels) für den konventionellen Tunnelbau nicht eignet. Baubeginn des Pressvortriebs war am 6. Dezember 2006. Am 2. April 2007 erfolgte der Durchstich in die Zielgrube an der Uze.
Verbindungsschacht bei der Auffahrt zum Bühler-Parkplatz: Ausgangspunkt für den Pressvortrieb und Endpunkt des konventionellen Tunnelbaus. Der 15 Meter tiefe Schacht wurde am 6. Dezember 2006 fertiggestellt.
Stollen: Kernstück ist der 1,35 km lange Stollen zwischen Verbindungsschacht und Auslaufbauwerk in die Glatt. Gebaut wird von der Glatt her im klassischen Tunnelbau mit einer
Tunnelbohrmaschine, Ausbuchdurchmesser 3,5 Meter. Der Stollen liegt im Molassefels, zwischen 15 und 20 Meter unter der Erdoberfläche. Der Stollen wurde nach umfangreichen Vorbereitsungs- und Installationsarbeiten am 30. Oktober 2006 angebohrt. Am 16. Mai 2007 erfolgte der Durchschlag.
Entlastung Hummelbach: Auch der Hummelbach hat ein Hochwasserproblem. Über einen Wirbelfallschacht wird Hochwasser des Hummelbachs in den Entlastungsstollen geleitet.
Auslaufbauwerk Glatt: Das Auslaufbauwerk vernichtet die Fliessenergie des Wassers und gewährleistet, dass der Einlauf das natürliche Bachbett der Glatt nicht beschädigt.
Aufwertungsfläche: Das gesamte Ausbruchvolumen des Stollens beträgt rund 13'000 Kubikmeter festes Material, woraus sich eine Menge von rund 23'000 Kubikmetern loses Ausbruchmaterial ergibt. Es gelangt umweltschonend per Förderband auf das gemeindeeigene Grundstück im Augarten. Dieses Grundstück wird als ökologische Aufwertungsfläche umgestaltet und mit Feucht- und Trockenstandorten zum Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Eigens dazu wurde das Grundstück von der Landwirtschaftszone in die Grünzone mit der Zweckbestimmung Naturschutz umgezont.