
Bekenntnis zu Energiesparen und zu erneuerbarer Energie: Uzwil setzt in kommunalen Gebäuden auf BiogasDie Gemeinde Uzwil hat den fossilen Energieverbrauch ihrer kommunalen Liegenschaften in den letzten Jahren um fast einen Fünftel reduziert. Intensive bauliche und betriebliche Massnahmen führten zu diesem Erfolg. Ab nächstem Jahr setzt Uzwil zudem auf den Einsatz von Biogas, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.Seit vier Jahren ist Uzwil eine Energiestadt. Die Gemeinde an Thur, Glatt und Uze versteht ihr Engagement dabei als kontinuierlichen Verbesserungsprozess – und lebt diesen auch. Dies zeigt sich etwa daran, dass sich die Gemeinde bei der ersten Rezertifizierung als Energiestadt dieses Jahr deutlich verbessert hat. Sie befindet sich mit ihrer Bewertung nun in der Spitzengruppe der St. Galler Energiestädte. Biogas und Sonne Bereits im Frühjahr hat sich der Rat grundsätzlich mit verschiedenen in den nächsten Jahren anstehenden Erneuerungen von Heizanlagen kommunaler Anlagen befasst. Die Gemeinde setzt dabei auf die Sonne und auf einen Mix von Biogas und Erdgas, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren. So wird bei Anlagen mit spürbarem Warmwasserverbrauch – zu Buche schlagen hier die Turnhallen der Schulanlagen – bei den anstehenden Erneuerungen auf Sonnenkollektoren für die Wassererwärmung gesetzt. Damit will der Gemeinderat seine Bekenntnisse umsetzen: Einerseits den Verbrauch fossiler Energien weiter reduzieren, anderseits den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen. Fast ein Fünftel weniger Energieverbrauch In seinen energiepolitischen Zielen hat sich der Rat verpflichtet, bis 2020 die fossilen Energien in öffentlichen Anlagen um 22 % zu senken. Ausgangslage dabei ist der Verbrauch 2005. Die umfangreichen inzwischen umgesetzten baulichen und betrieblichen Massnahmen in den Gemeindeliegenschaften zeigen nun den gewünschten Erfolg. Bereits bis jetzt hat der Verbrauch fossiler Energien im Vergleich zu 2005 in den Gemeindeliegenschaften um 18 % abgenommen. Die Gemeinde ist in diesem Bereich auf Kurs. Die Ergebnisse sind deutlich besser als der definierte Absenkpfad. Mehr erneuerbare Energien einsetzen Weniger gut siehts beim Einsatz erneuerbarer Energien aus. In diesem Bereich hat sich die Gemeinde verpflichtet, bis 2020 die Hälfte des Gesamtwärmeverbrauches für Raumwärme und Warmwasser aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Inzwischen hat der Rat seine Strategie definiert, dieses Ziel zu erreichen. Nebst dem vermehrten Einsatz von Sonne und Erdwärmepumpen bei Sanierungen und Neubauten setzt er dabei auf den Einsatz von klimaneutralem Biogas. Er hat festgelegt, ab 2012 in allen kommunalen Anlagen, die Erdgas verwenden, einen Anteil von 10 % Biogas einzusetzen. Dieser Anteil wird anschliessend ab 2013 bis 2020 bei Bedarf um jährlich 5 % erhöht. Diese Erhöhungen sind davon abhängig, ob etwa durch den Einsatz solarer Wassererwärmung und von Erdwärmepumpen auf anderem Weg der Anteil erneuerbarer Energien gesteigert werden kann. Mit diesen Massnahmen kann das Ziel erreicht werden, in Gemeindeliegenschaften bis 2020 die Hälfte erneuerbare Energie für Raumwärme und Warmwasser einzusetzen. Datum der Neuigkeit 18. Aug. 2011
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