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Klare Botschaft der Direktbetroffenen: Niederstetten will unattraktive Strasse

Das Dorf Niederstetten beharrt auf einer möglichst schmalen Strasse zwischen Henau und Niederstetten. Für die Dorfbevölkerung ist wichtig, alles zu unternehmen, um das Dorf vor zusätzlichem Verkehr zu schützen.

Die Strasse von Henau nach Niederstetten muss erneuert und gleichzeitig mit einem Radweg ergänzt werden.

Nein der Bürgerversammlung
Die Bürgerversammlung im November 2009 lehnte den Kredit für Strassenerneuerung und Radweg von Henau nach Niederstetten ab. Vorgesehen war eine wie heute schmale Strasse. Zwei Lastwagen hätten nur an regelmässigen Ausweichstellen kreuzen können, Personenwagen untereinander und mit Lastwagen ausserhalb der Ausweichstellen mit reduzierter Geschwindigkeit. Mit diesem unkonventionellen Ansatz wollte der Rat das Dorf Niederstetten vor einer Verkehrslawine bewahren. Denn: Eine ausgebaute Verbindung Henau – Niederstetten – Wil wäre für den Verkehr sehr attraktive Alternative zu den Staatsstrassenverbindungen Oberuzwil – Schwarzenbach – Wil und Henau – Zuzwil – Wil. Sie würde entsprechend zusätzlichen Verkehr anziehen, der dann das Dorf Niederstetten stark belastet.

Neuer Kreditantrag im November 2011
Die Bürgerversammlung vom November 2010 beauftragte den Rat, an der Bürgerversammlung im November 2011 einen neuen Kreditantrag für den Bau des Radwegs samt Strassenerneuerung zu unterbreiten. Um diesen Kreditantrag vorzubereiten, traf sich der Gemeinderat mit der Dorfbevölkerung von Niederstetten. Er wollte die Meinung des Dorfes erfahren. Denn: Welche Lösung auch immer umgesetzt wird, im Alltag wird das Dorf Niederstetten damit leben müssen.

Unmissverständliche Haltung des Dorfes
Bereits vor dem Treffen mit dem Gemeinderat hat das Dorf sich intern ausgesprochen. Die Niederstetter haben dabei die Variante mit einer weiterhin schmalen Strasse gegenüber einer breiteren Strasse im Verhältnis sechs zu eins klar bevorzugt. Über diese grundsätzliche Haltung hat das Dorf den Rat an der Begegnung informiert. Der Dorfbevölkerung ist der Schutz vor mehr Verkehr ein sehr wichtiges und ernsthaftes Anliegen. Die Strecke Henau – Niederstetten soll nach dem Willen der Niederstetter auch nach einer Erneuerung für den Verkehr möglichst unattraktiv bleiben, um den Schutz für das Dorf zu gewährleisten. Mit einer breiteren Strasse – so das Dorf – würde Niederstetten die Grundlage für das dörfliche Leben entzogen und das Dorf überrollt werden. Familien würden wohl wegziehen. Um den Schutz für das Dorf zu erreichen, nimmt Niederstetten den Nachteil der eingeschränkten eigenen Zufahrt in Kauf. An der Begegnung wurde auch darauf hingewiesen, dass mit dem Radweg und der schmalen Strasse die Gegend zwischen Henau und Niederstetten für die Uzwiler Bevölkerung als wertvolles Naherholungsgebiet erhalten bleibe.

Dorf will Neuauflage des gescheiterten Projektes
Entsprechend will die Niederstetter Bevölkerung – dies das Ergebnis der Aussprache – die im 2009 an der Bürgerversammlung gescheiterte Variante mit schmaler Strasse und regelmässigen Ausweichstellen umgesetzt haben. Der Gemeinde wurde für die weitere Planung auch mit auf den Weg gegeben, das Kreuzen von Lastwagen ausserhalb der Ausweichstellen bauliche zu verhindern. Das Dorf bat, die Anordnung der vorgesehenen Ausweichstellen im Detail nochmals zu überprüfen. Angeregt wurde auch, ergänzend zu prüfen, ob und mit welchen Massnahmen im Dorf selber zusätzliche Massnahmen mehr Sicherheit bringen.

Wertvolle Begegnung
Die Begegnung mit Niederstetten war sehr konstruktiv und wertvoll. Sie bot auch Gelegenheit, sich zu weiteren Themen auszutauschen. Die Begegnung brachte insbesondere unmissverständliche Klarheit, was das Dorf in Sachen Strasse und Radweg will. Diese klare Haltung ist für den weiteren politischen Prozess ausserordentlich wertvoll und hilfreich; auch für den Rat in seiner Beurteilung, wie er den Kreditantrag an die Bürgerversammlung unterbreitet.
Dokumente Beilage Rahmenbedingungen.pdf (pdf, 45.6 kB)


Datum der Neuigkeit 13. Mai 2011