
Strassenbeleuchtungskataster erstelltUzwiler Beleuchtung systematisch erfasstDie Gemeinde Uzwil hat ihre Strassenbeleuchtung in einem Kataster erfasst und damit eine alte Pendenz erledigt. Der Kataster ist Basis, Handlungsbedarf zu erkennen sowie Anpassungen und Erneuerungen der Strassenbeleuchtung eingebettet in ein Gesamtkonzept anzugehen. Das gesamte Wissen im Strassenbeleuchtungswesen war bisher nicht zu Papier gebracht. Nun liegen Grundlagendaten wie Leitungsführungen, Beleuchtungstypen, Alter der Beleuchtung etc. in einem Kataster vor. Dieser ist Bestandteil des digitalen geografischen Informationssystems. Insgesamt 1‘169 Leuchten umfasst die Uzwiler Strassenbeleuchtung. Beleuchtung ganze oder halbe Nacht? Uzwil lebt das Konzept, Kreuzungen, Fussgängerstreifen und wichtige Punkte in Quartieren die ganze Nacht zu beleuchten. 19 % der Leuchten brennen die ganze Nacht. Dies insbesondere im Interesse der Sicherheit. Der überwiegende Teil, 81 % der Leuchten, brennt die halbe Nacht. Regelmässig werden auch gegensätzliche Meinungen an die Gemeinde getragen: Die Einen stören sich aus energetischen Überlegungen oder wegen des Lichtsmogs daran, dass Leuchten die ganze Nacht brennen. Andere fordern, sämtliche oder mindestens deutlich mehr Leuchten im Interesse der Sicherheit während der ganzen Nacht zu betreiben. Der in Uzwil gelebte Mix berücksichtigt aus Sicht der Gemeinde die gegensätzlichen Interessen von Sicherheit und Energieeinsparung vertretbar. 59 % energiesparende Leuchten Weiter fällt auf, dass 59 % der Leuchten dem bewährten energiesparenden Standard mit guter Ausleuchtung entsprechen. Aber: Immerhin 41 % oder 482 Leuchten sind energetisch schlecht. Diese Leuchten sind meist auch von ihrer Beleuchtungswirkung her mangelhaft. Sollten sie alle ersetzt werden, würde dies einen Investitionsbedarf von rund 400‘000 Franken auslösen. Damit wären aber nur die Leuchtköpfe, nicht aber die Kandelaber ersetzt. Erschwerend kommt dazu, dass in Uzwil viele alte Leuchten mit über neuen Metern Höhe nicht mehr dem aktuellen Stand in der Beleuchtung entsprechen. Heute setzt man auf tiefere Kandelaber und kürzere Abstände zwischen den Kandelabern, um das Licht besser auf den Boden zu bringen. Will gleichzeitig auf tiefere Kandelaber gewechselt werden, muss das ganze Beleuchtungssystem einer Strasse angepasst werden. Dies kann üblicherweise nur im Rahmen von Strassensanierungen erfolgen. Ins Gewicht fällt auch, dass von den energetisch schlechten Leuchten immerhin 120 und damit etwa jede vierte während der ganzen Nacht in Betrieb sind. Diese 120 Leuchten sind grundsätzlich mit höherer Priorität zu erneuern, um einerseits energetische Verbesserungen zu erreichen, andererseits die Ausleuchtung zu verbessern. Dieser Ersatz dieser Leuchtköpfe würde Investitionskosten von rund 100‘000 Franken auslösen und eine jährliche Energieeinsparung von etwa 3‘800 Franken ermöglichen. Schwachstellen eruieren, Budgets planen In einem nächsten Schritt werden die Schwachstellen im Beleuchtungskonzept eruiert und in Schritten behoben. Dazu sind auch die Rückmeldungen der Bevölkerung mit den Fragebogen zur Sicherheit im öffentlichen Raum hilfreich. Im Rahmen der Budgetierung der kommenden Jahre wird die Leuchtenerneuerung ein Thema sein. Datum der Neuigkeit 5. März 2010
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