
Uzwil ist EnergiestadtDie Labelkommission hat der Gemeinde Uzwil das Label Energiestadt erteilt. Uzwil ist damit die 12. Energiestadt im Kanton St. Gallen. Das Label ist Leistungsausweis für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik auf kommunaler Ebene.Eine Rückblende: Die Bürgerversammlung vom November 2004 beauftragte den Gemeinderat zu prüfen und Bericht erstatten, ob ein Energielabel wie „Energiestadt“ etwas für Uzwil wäre. Anstatt einer nächsten Bürgerversammlung lediglich Bericht zu erstatten, begab sich die Gemeinde auf den Weg hin zur Energiestadt. Stolz auf das Erreichte Auf diesem Weg ist nun mit der positiven Beschlussfassung der Labelkommission ein wichtiges Etappenziel erreicht. Uzwil darf für sich in Anspruch nehmen, eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik zu betreiben. „Energiestadt“ ist aber nicht nur ein Markenzeichen, ein Label, welches man erreicht und dann hat. Energiestadt ist vielmehr die Idee eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses hin zu einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik. So gesehen ist das Erreichen des Labels gleichzeitig auch der Startschuss, sich weiter zu entwickeln. Vorerst herrscht aber im Gemeindehaus die Freude darüber vor, dass Uzwil mit pragmatischen und praxisnahen Massnahmen und Lösungen Energiestadt werden konnte, ohne dass ideologisch geprägte Grundsatzauseinandersetzungen oder Effekthaschereien dazu erforderlich waren. So wird Uzwil nun das angestrebte Zertifikat entgegennehmen können. Noch ist nicht festgelegt, wann die Übergabe stattfindet. Energiepolitisches Programm und Massnahmen Auf dem Weg zur Energiestadt war schnell klar: Ohne zusätzliche Massnahmen ist das Label nicht zu erreichen. In einer ersten Standortbestimmung erreichte Uzwil 43 % der möglichen Punkte. Damit wies Uzwil eine gute Ausgangslage auf, musste aber zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die erforderlichen 50 % für die Zertifizierung als Energiestadt zu erreichen. Mit Überzeugung beschloss der Gemeinderat die erforderlichen Massnahmen, um Uzwil den Weg zur Energiestadt zu ebenen. Die Umsetzung dieses umfassenden Massnahmenpaketes ist bereits angelaufen. Die Labelkommission bestätigt nun der Gemeinde Uzwil, dass sie mit diesen zusätzlichen Anstrengungen 53 % der möglichen Punkte erreicht. In die Zukunft betrachtet, macht sich Gemeindepräsident Werner Walser in Sachen Energiestadt keine Sorgen: „Verschiedene angelaufene Projekte – wie beispielsweise auch die Gemeindeentwicklung – haben eine Wechselwirkung und damit mittelfristig positive Auswirkungen auf unsere Aktivitäten als Energiestadt, auch auf unsere Bewertungen als Energiestadt.“ In guter Gesellschaft Fast ein Drittel der Schweizer Bevölkerung wohnt in Energiestädten. Im Kanton St. Gallen sind Energiestädte: Altstätten, Buchs, Eschenbach, Gaiserwald, Gossau, Rorschach, Rorschacherberg, St. Gallen, Thal, Wil, Wittenbach und neu Uzwil. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie bewusst mehr für eine nachhaltige Energiepolitik und damit schliesslich fürs Klima und für die Lebensgrundlagen zu tun bereit sind. Potenzial Auch mit Label ist sich die Gemeinde Uzwil bewusst: Potenzial für zusätzliche Massnahmen und Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz besteht weiterhin. Dazu Gemeindepräsident Werner Walser: „Wir haben nun einen vergleichsweise guten Stand. Ein bunter Strauss verschiedenster zusätzlicher Massnahmen ist eingeleitet. Unser Ziel ist, in Schritten immer besser zu werden. Aber: So, wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, muss auch unsere Gemeinde ihre Aktivitäten bündeln und ihre Ressourcen einteilen.“ Der Weg hin zur Energiestadt hat vor allem auch zu einer bewussteren Wahrnehmung von Energie- und Klimafragen und damit zu einem veränderten Handeln geführt. Positive Ergebnisse Auch erste positive Ergebnisse lassen sich sehen. Die Gemeinde investierte – eingebettet in ihre Aktivitäten hin zur Energiestadt - auf Beginn der Schwimmbadsaison gut 60'000 Franken in eine Energiesparelektronik der leistungsstarken Wasserpumpen der Badi. Neu ist die Pumpenleistung - automatisch gesteuert – abhängig vom Andrang im Bad. Mit dieser Neuerung – so das Ziel - sollen jährlich über 100'000 Kilowattstunden Strom eingespart werden. Erste Erfahrungen zeigen nun: Seit der Inbetriebnahme des Systems anfangs Juni hat sich der Stromverbrauch der Pumpen in der Badi halbiert. Die getätigte Investition zahlt sich auch finanziell in wenigen Jahren aus. Ein gutes Beispiel dafür, dass sich Aktivitäten im Bereich der Energieeffizienz auch finanziell nachhaltig lohnen können.
Seit Juni 2007 ist Uzwil Energiestadt Datum der Neuigkeit 28. Juni 2007
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